NLA: Schaffhausen unerwartet stark

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur 14 Tagen bezwang Horgen auswärts das Team vom SC Schaffhausen. War die Partie im ersten Aufeinandertreffen für die Zürcher eine klare Angelegenheit, steigerte sich Schaffhausen im Spiel vom vergangenen Donnerstag. Dennoch gelang Horgen ein 12:9 Auswärtssieg.
Die Partie im Hallenbad Breite verlief über weite Strecken ausgeglichen. Horgen hatte für sich den besseren Start zu verzeichnen, die Ostschweizer glichen jedoch immer wieder postwendend aus.
Die Zürcher haderten einmal mehr mit ihrer ungenügenden Chancenverwertung im Überzahlspiel. Elfmal agierten sie mit einem Mann mehr im Wasser, doch es resultierten daraus nur gerade vier Treffer. Bis zur Halbzeit lag der Vizemeister vom Zürichsee nur gerade mit einem Treffer in Vorsprung. Nach der grossen Pause konnten die Horgner endlich mehr Spielanteile für sich verzeichnen. Schaffhausen büsste für sein hohes Anfangstempo und kam immer weniger vors gegnerische Tor. Horgen andererseits gelangen nun die Treffer, die man in der ersten Spielhälfte noch schmerzlich vermisste. Beim Stand von 9:6 für die Gäste, wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Als Horgen im letzten Spielviertel sogar auf 11:7 davonziehen konnte, war die Partie entschieden. Zwar gelangen den Schaffhausern kurz hintereinander noch zwei Treffer, doch Horgen gab den sicheren Vorsprung nicht mehr aus den Händen und entschied die Partie mit 12:9 für sich.

SC Schaffhausen – SC Horgen 9:12 (3:3, 2:3, 1:3, 3:3)
Hallenbad Breite Schaffhausen, 23. März 2017
SR Garcia/Suazo
Strafen: gegen Horgen 6 gegen Schaffhausen 11
Horgen: Petricevic, Kevin Müller (2), Carballo (3), Miskovic, Fröhli (4), Caporio, Velikov, Leo Müller (1) , Bjelajac (1), Maric, Caleta (1).
Schaffhausen: Schmucki, Frei (4), Sentic, Turzai (4), Tafro, Mattoscio, Schmid, Neidhart (1), Corbach, Widtmann.

U13: Erfolgreiches Turnier im Bergli

In Vollbesetzung - mit 15 Spielern und Trainer Pablo Carballo - empfingen die U13 Wasserballer am Samstag im Bergli die Mannschaften aus Zug/Ägeri und Lugano. Gegen Zug/Ägeri erspielten sich die Horgener mit vielen schönen Toren zwei überzeugende Siege. Gegen Lugano kämpften die Jungs wie die Löwen und konnten in allen Vierteln auf Augenhöhe mit den starken Tessinern mithalten. Lugano siegte am Ende knapp mit 5:3, aber der Spielverlauf war einem Unentschieden einiges näher als einem Zwei-Tore-Abstand. Gratulation an diese Mannschaft mit grossem Zusammenhalt. Den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe Zentral hat sich Horgen gesichert.

Aus Sicht von Trainer Pablo Carballo
Die Kinder haben ein sehr starkes Turnier gespielt. Sie haben als eine Manschaft gespielt und jeder hat seine spesifische Rolle erfüllt. In beiden Spielen gegen Zug/Aegeri haben die Kindern eine sehr gute Leistung gezeigt und aus Chancen wichtigen Tore gemacht. Horgen war in allen Bereichen des Spiels besser.

Das Spiel gegen Lugano war wahrscheinlich das härtest umkämpfte Spiel der Saison. Die Kindern haben alles gegeben und haben in der Veverteidigung sehr gut gespielt. Im Angriff konnten wir leider 3 bis 4 gute Chancen nicht in Tore umsetzen. Ich bin sehr stolz auf die Leistung und die Leidenschaft die sie gezeigt haben. Jetzt wissen wir in welchen Bereichen wir trainieren müssen um Lugano zu besiegen. Wir haben so viel Potenzial mit dieser Gruppe und ich freue mich sehr auf die nächsten Spiele.

U13 Turnier 2017 03 25

P.S. Gruss an die Abteilung „Schwimmen“: Horgen gewann JEDES Anschwimmen, 90% davon durch den schnellen Oskar Kieloch.

U13 Turnier 2017 03 25 1

 

NLA: Horgen ging am Wochenende leer aus

Ein handfester Schiedsrichter-Skandal überschattete das Turnier vom vergangenen Wochenende in Schaffhausen: Nach dem deutlichen Sieg von Lugano über Horgen konnte Wasserball-Schiedsrichterin Ursula Wengenroth ihre Freude über den Lugano-Sieg nicht verbergen. Sie, die eigentlich neutral auftreten sollte, postete öffentlich auf ihrer Facebook-Seite zwei Smilies: Einen lachenden für Lugano und eine herausgestreckte Zunge für Horgen. Dies ist umso brisanter, als genau diese Schiedsrichterin am anderen Tag den Spitzenkampf zwischen Horgen und Kreuzlingen leiten musste. Der SC Horgen wurde umgehend bei Schiedsrichterchef Leonard Bruchez vorstellig, doch Wengenroth wurde vom Verband nicht gesperrt und durfte die Partie Horgen-Kreuzlingen unbehelligt leiten.

Lugano-Horgen:

Das ist bitter: Horgen begann im ersten Spiel vom Samstag dort, wo es vergangenen Sommer im Playoff-Finale aufhörte: Mit einer deutlichen und undiskutablen 13:4 Niederlage gegen Meister Lugano. Konnten die Horgner in der ersten Spielhälfte noch einigermassen mithalten, fiel die Mannschaft nach der grossen Pause komplett auseinander. Die Tessiner konnten im dritten Spielabschnitt schalten und walten wie sie wollten, Horgen konnte weder agieren noch reagieren. Die Südschweizer erzielten innerhalb von nur viereinhalb Minuten sieben Tore! In dieser Phase wurde jeder Tessiner-Angriff mit einem Tor belohnt. Lugano spielte an diesem Abend in einer anderen Liga und Horgen fand nach der grossen Pause kein Rezept, beim Stand von 3:12 die Tordifferenz noch zu verkleinern. Erst als Lugano im letzten Spielabschnitt deutlich Tempo aus dem Spiel herausnahm, konnte das Team vom Zürichsee die letzten Spielminuten ausgeglichen gestalten. Das Schlussresultat von 13:4 für den amtierenden Schweizermeister spricht eine deutliche Sprache, Horgen war während der ganzen Partie chancenlos.

Kreuzlingen-Horgen

Gespannt durfte man in dieser Partie sein, wie sich der Skandal vom Vorabend um Schiedsrichterin Ursula Wengenroth auf das Spiel auswirken würde, denn trotz den Vorkommnissen wurde sie vom Verband nicht gesperrt und durfte das Spitzenspiel leiten. Die Reaktion über die Horgner Interventionen beim Schiedsrichterchef, folgte postwendend: Nach einem knappen Wechselfehler, der Horgen jedoch keinen Vorteil einbrachte, wurde Horgens Nationalspieler Petar Bjelajac von Wengenroth definitiv vom Wasser verwiesen. Dieser Entscheid hatte Auswirkungen auf das Spiel der Horgner, wurden sie doch auf einen Schlag arg dezimiert. Mit Milos Maric mussten die Horgner Wasserballer zudem verletzungsbedingt auf einen weiteren Leistungsträger verzichten. Trotzdem versuchten sie, sich aufs Spiel zu konzentrieren und Kreuzlingen Paroli zu bieten. Dies gelang dem Team vom Zürichsee in der ersten Viertelstunde ganz passabel, lagen sie doch zu diesem Zeitpunkt nur gerade mit zwei Toren im Rückstand. Kreuzlingen fand jedoch immer besser ins Spiel und ehe sich die Horgner umsahen, landete der Ball gleich sechs Mal im Tor der Zürcher. Beim Stand von 10:5 für die Ostschweizer startete dann Horgen doch noch zu einer fulminanten Aufholjagd, denn man wollte nicht nochmals mit dem gleichen Tore-Unterschied, wie gegen Lugano verlieren. Horgens Captain Oliver Fröhli erzielte wenige Sekunden vor Spielende den 9:10 Anschlusstreffer, für mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen.

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