5. Juli 2021

Mit einem ungefährdeten 18:14 Heimsieg sicherten sich die Damen des SC Horgen gegen Basel am Freitagabend den erneuten Schweizermeistertitel. Letztmals gewannen die Zürcherinnen 2018 die Meisterschaft. Die langjährige Horgner Erfolgstrainerin Caroline Item stand gestern Abend zum letzten Mal als Coach am Bassinrand.

Nach dem 13:9 Auswärtssieg vor drei Tagen hatte Horgens Wasserballerinnen gegen Baselzwei Matchbälle zum Titelgewinn vor Augen. Dementsprechend nervös starteten die Gastgeberinnen gestern Freitag zum Rückspiel. Basel war die klar spielbestimmende Mannschaft und lag nach dem ersten Spielabschnitt mit 7:2 in Führung. Horgen verlor zudem wegen drei persönlichen Fouls früh ihre Centerspielerin Nina Nagy. Doch die Einheimischen bewiesen in dieser turbulenten Anfangsphase einen ruhigen Kopf. Sie arbeiteten sich kontinuierlich an die Gäste vom Rhein heran. Beim Seitenwechsel lagen die Nordwestschweizerinnen nur noch mit drei Toren in Vorsprung. Das zahlreich erschienene Publikum trieb die Heimmannschaft mit stimmungsvollen Rufen Stimmung immer wieder an. Nachdem auch Basel wegen Fouls auf ihre Schlüsselspielerinnen Bijeva und Adler verzichten mussten, verlagerte sich die spielerischen Vorteile auf die Seite der Zürcherinnen. Kurz vor der letzten Viertelspause realisierten Horgen beim Stand von 12:12 erstmals den Ausgleich. Bei Basel schwanden die Kräfte. Ihre Distanzschüsse wurde eine sichere Beute der Horgner Torhüterin Melissa Boonstra, das Umschaltspiel klappte zudem bei den Gastgeberinnen hervorragend und die holländische Topspielerin Lotti Verhagen tauchte immer wieder alleine vor Basels Torhüterin Patrizia Heinemann auf. Die Gäste gaben frühzeitig auf und Horgen feierte schlussendlich einen ungefährdeten 18:14 Heimsieg. Danach gab es für die einheimischen Wasserballerinnen kein Halten mehr. Zuerst flog ihre Trainerin Caroline Item in hohem Bogen ins Wasser, gefolgt von einer grossen Champagnerdusche. Für Caroline Item ist mit dem Erringen des Meistertitels endgültig Schluss als Trainerin. « Ich habe genau vor einem Jahr den Club darüber informiert, dass ich Ende der Saison 2021 definitiv aufhören werde. Dementsprechend lange konnte ich mich auf diesen Moment vorbereiten. Wir haben in der Mannschaft eine gute Durchmischung zwischen alt und jung und sind sehr ausgeglichen. Selbst der Ausfall von Centerspielerin Nina Nagy konnten wir gut kompensieren» Und die erfahrenste Spielerin beim neuen Schweizermeister, Erika Jäger doppelte nach: «Wir waren nach dem Auswärtssieg vor drei Tagen top-motiviert und überzeugt, dass wir mit einen geschlossenen Mannschaftsleistung Basel auch ein zweites Mal hintereinander bezwingen können. Im zweiten Spielabschnitt haben wir dies auch deutlich bewiesen, als wir den Ball viel mehr laufen liessen und stets alle Spielerinnen am Spielaufbau beteiligt waren». Auf die Frage, ob Erika Jäger noch eine Saison als Spielerin anhängt, hält sie sich bedeckt. «Offiziell habe ich noch keinen Rücktritt bekanntgegeben.»
Aus den Händen vom Technischen Direktor Wasserball, Lukas Bächtold und dem Chef Damen Wasserball, Dominik Egger, durften die frischgebackenen Schweizermeisterinnen Pokal und Goldmedaillen entgegennehmen.

SC Horgen Women – WSV Basel Woman 18:14 (2:7, 5:3, 7:4, 4:0)
Sportbad Käpfnach Horgen
SR P.Wengenroth/U.Wengenroth
Strafen gegen Horgen: 6, gegen Basel: 11

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