NLA: SV Basel - SC Horgen

Mehr Mühe als erwartet hatte Horgen mit dem Siebtplazierten der letztjährigen Meisterschaft, dem SV Basel. Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen. Horgen ist ja bekanntlich keine Mannschaft, die in den Wintermonaten zur Höchstform aufläuft. So gesehen war es auch nicht erstaunlich, dass die Partie vom Samstagabend nicht wie erwartet einseitig verlief. Im Gegenteil: Nach einer frühen Führung der Zürcher, überliessen die Horgner in den beiden mittleren Vierteln das Spieldiktat immer mehr den Baslern. Horgens Motor stockte und ehe zur Halbzeit gepfiffen wurde, lagen die Rheinstädter mit 6:4 in Führung. Wie so oft in vergangenen Partien, behielt Horgen in dieser spielentscheidenden Phase die Nerven und agierte nicht überhastet. Basel konnte von seinem „Auftrieb“ nicht profitieren und der amtierende Schweizermeister vom Zürichsee kämpfte sich langsam wieder an seinen Gegner heran. Im letzten Spielabschnitt war dann die Rangordnung wieder hergestellt: Den Baslern ging langsam die Luft aus und Horgen konnte in dieser Partie erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Zwar gelang den Nordostschweizern sechs Sekunden vor Spielende noch ein weiterer Treffer, doch zum eigentlich verdienten Unentschieden reichte es nicht mehr. In erfreulicher Torlaune zeigte sich Horgens Neuzugang Dragan Milosevic, der drei Tore im ersten Spiel für seinen neuen Verein erzielen konnte. Bei Horgen fehlte aus familiären Gründen Nationalspieler Petar Bjelajac. AS

SV Basel - SC Horgen 9:10 (1:2, 1:1, 4:2, 3:5)
Hallenbad les Vernets, Genf, 6. Februar 2016
SR Garcia/Vondrak
Strafen: gegen Horgen 9 gegen Basel 10

Horgen: Petricevic, Kern, Kevin Müller (2), Milosevic (3) Fröhli (2), Rek, Leo Müller, Sawyers, Cassina (1), Caleta (2).

Basel: Dobkowski, Samakidis, Ricardo Lucato, (4), Adriano Lucato, Kovacevic, Leemann (1), Gratwohl (1), Birrer, Dani (1), Kistamas (1), Damjanov (1)

NLA: Ein neuer Ballverteiler für den SC Horgen

ZSZ vom 21. Januar 2016 / Bericht von S. Kleiser

Dragan Milosevic ist bei Schweizer Meister Horgen der zweite Ausländer neben Torwart Luka Petricevic. Der Neue traf am 4. Januar in der Schweiz ein und trainiert seit zwei Wochen mit der Mannschaft. «Er ist ein guter Typ, ein angenehmer, offener Mensch», schildert Horgens Trainer Lukasz Kieloch seine ersten Eindrücke des Serben. Der Coach hat ihn als Ballverteiler vorgesehen. Er soll in dieser Rolle Deny Kiss ersetzen, der die Karriere im Sommer beendete. «Dragan bringt, obwohl er erst 24 Jahre alt ist, Ruhe und Erfahrung mit», erklärt Kieloch. Eher defensiv orientiert ist Milosevic ein ganz anderer Spielertyp als Karoly Czigany, der den SCH nach zwei Saisons verlassen hat und der Fraktion der Offensivspieler zuzurechnen war. Milosevic spielt seit 2000 in Nais Wasserball. Der frühere serbische Juniorennationalspieler wechselt erst zum zweiten Mal den Verein. Seit 2011 trat er für den damals gegründeten Klub Nais an, das in der höchsten serbischen Liga zuletzt Rang 2 belegte. «Ich brauchte eine Veränderung», erklärt Milosevic auf der Homepage des VK Nais seinen Umzug in die Schweiz. «Ich wollte mich weiter entwickeln und eine andere Atmosphäre erleben».

Cassina und Sawyers zurück
Von Ägeri, das sich aus der NLA zurückgezogen hat, wechselt Linkshänder Amédéo Cassina nach Horgen. Er hatte vor vier Jahren schon einmal  die Badekappe für Horgen übergestreift. Fix ist der Verbleib von Kevin Müller, der bereits während der letzten Saison von Ägeri an den Zürichsee kam. Zudem ist Jahel Sawyers nach einer Auszeit wieder zurück im Team. 2015 spielte
er für seinen Stammverein Winterthur in der Nationalliga B.

NLD: Horgnerinnen im Umbruch

SZS vom 21. Januar 2016 / Bericht von D. Duss

Heute starten horgens NLA-Frauen auswärts gegen Zürich in die neue Saison. Wegen massiver Kaderveränderungen muss sich die von Caro Item trainierte Equipe zuerst finden. Vergangenes Jahr hatten die Horgner Wasserballerinnen den Meistertitel – im Gegensatz zu den Männern – ganz knapp verpasst. Der letzte nationale Triumph liegt fünf Jahre zurück. Die Linksufrigen konnten damals gar das Double feiern. Heuer erklärt Trainerin Caro Item das Erreichen der –
wieder eingeführten – Playoffs als Minimalziel.«Wir stehen vor einer Umbruch Saison », begründet die fünffache Schweizer Meisterin.Sie muss auf fast die Hälfte der bisherigen Stammspielerinnen verzichten, da diese nicht mehr regelmässig ins Becken steigen. «Die einen weilen im Ausland, andere wurden Mutter oder wollen sich ihrem Studium widmen», verrät Item. Deshalb musste das NLA Kader umgekrempelt werden. «Wir haben viele junge Spielerinnen neu im Team», sagt die Trainerin. Sie ist gespannt, wie die Equipe heute Abend in Zürich die erste Partie der Saison 2016 meistert. «Alle müssen sich zuerst noch finden», betont Item. Zudem könne sie vor dem Meisterschaftsauftakt kein gegnerisches Team einschätzen.

Zukunftsweisende Saison
Die 42-Jährige steht vor einer grossen Herausforderung. «Wer welche Position einnimmt, ist noch nicht bestimmt – nach der heutigen Partie weiss ich mehr», gibt sie zu. Nur eine ist fix: Nora Vetterli hütet das Tor. «Weil sie  dieses Jahr LAP hat, steht uns da wohl noch eine Veränderung bevor», blickt die Teambetreuerin in die Zukunft. Ersatzgoalie Melissa Tempini spielt vorerst im Feld. Von Frosch Ägeri stiess Nadine Iten neu zu den Horgnerinnen – auch sie kann im Tor eingesetzt werden. Ihre jüngere Schwester Tamara wechselte schon 2014 an den Zürichsee. «Die beiden werden zusammen mit Vesselina Velikova die Equipe führen», gibt die Trainerin bekannt. Center Velikova spielt seit 2008 bei Horgens NLD, wurde wie – und mit – Item fünfmal Meisterin und zählt somit zu den Routiniers. Für den Frauen Wasserball des SCH wird die Saison wegweisend.

«Wir stehen am Wendepunkt, je nach Entwicklung entscheidet sich, ob unser Team noch Zukunft hat», hält Item fest. Trotz allem freut sie sich auf die Meisterschaft und besonders die Heimspiele im Käpfnach.

 

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