Eine desolate Horgner Mannschaftsleistung erlaubte es den Tessiner Wasserballern, ohne grossen Kraftaufwand einen lockeren 12:3 Auswärtssieg  heraus zu schwimmen. Die Südschweizer sind nun mit einem Bein bereits Schweizermeister. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn Horgen am nächsten Dienstagabend im Tessin Lugano bezwingen könnte.

Das Positive vorweg: Hätte der SC Horgen nicht den Weltklasse-Torhüter Luka Petricevic in seinen eigenen Reihen, Lugano hätte leicht noch zehn Tore mehr schiessen können. So begnügten sich die Tessiner damit, Horgen nur ansatzweise zu demütigen und die Zürcher mit dem gleichen Resultat wie 48 Stunden zuvor aus dem Wasser zu entlassen.

Mit Ausnahme von Kevin Müller, der sich in den Play-off-Spielen als gefährlichster bester Horgner Torschützen auszeichnete, herrscht bei den anderen Leistungsträgern tiefe Nacht. Weder die Nationalmannschaft-Spieler Bjelajac und Fröhli, noch die sonst stark spielenden Caleta und Cassina kommen auf Touren. Velikov glänzte mit unglaublichen Fehlpässen und Milosevic, der als ausländischer Leistungsträger verpflichtet wurde, fiel gegenüber den anderen Horgner Wasserballer in keiner Art und Weise positiv auf. Zwar musste Trainer Kieloch immer noch auf den verletzten Leo Müller verzichten, doch dies alleine ist keine Entschuldigung für die miserable Horgner Vorstellung vom vergangenen Samstag. Denn auch Luganos Trainer Salvati musste umstellen, brachte er mit Krstic und Strepparava zwei junge Spieler, die sich nahtlos in das Gefüge der homogenen Luganeser Mannschaft einfügten. Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Gegenüber der ersten Partie vom vergangenen Donnerstag zeigten sich erschreckende Parallelen: Das Spiel war gerade einmal sechzehn Minuten alt, da lagen die Gastgeber vom Zürichsee bereits mit 2:7 Toren im Rückstand. Manch einer der Zuschauer und Akteure sehnten sich zu diesem Zeitpunkt wohl den Schlusspfiff entgegen. Horgen agierte im Angriff ideen- und gefahrlos, zudem waren die Stürmer bei den bärenstarken Tessiner-Verteidigern bestens aufgehoben. Luganos Taktik war es, mit einer harten Gangart zum Beginn der Partie die Horgner Spieler einzuschüchtern. Dies gelang dem cleveren Trainerfuchs Gianfranco Salvati bestens. Horgen spielte viel zu brav und man hatte das Gefühl, Horgens Wasserballer scheuen jeglichen harten Körperkontakt mit ihrem Gegner. Es kam, wie es kommen musste: Vom 7:2 steigerte sich Lugano innerhalb von nur zehn Spielminute auf 12:2. Horgen fiel als Mannschaft komplett auseinander und der Schlusspfiff vom souveränen Schiedsrichter-Duo war für Horgens Wasserballer eine grosse Erlösung. Mit dem jeweils gleichen Schlussresultat von 12:3, erreichte Lugano innerhalb von nur 48 Stunden zwei Siege und steht mit dem Meisterpokal bereits in Tuchfühlung. Zwar ist für die Zürcher noch nichts verloren, denn Horgen könnte am kommenden Dienstag im Tessin mit einem Auswärtssieg das Ruder noch herumreissen. Wie dies jedoch geschehen soll, können auch die grössten Wasserball-Propheten nicht vorhersagen. AS

SC Horgen - SN Lugano  3:12 (1:3, 1:3, 0:3, 1:3)

Sportbad Käpfnach, 23. Juli 2016

SR Brugarolas/Castrilli

Strafen: gegen Horgen 10,   gegen Lugano 11

Horgen: Petricevic, Kevin Müller (2), Milosevic,  Miskovic, Fröhli, Sawyers, Velikov (1), Bjelajac,  Cassina,  Caleta.

Lugano: Maksimovic, Scala, Dokic (2), Pagani (2), Pecoraro, Zanola, Krstic, Goran Fiorentini (2),

Camponovo, Bortone (2), Marino (4), Deni Fiorentini, Strepparava.

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