Mit einem 11:8 Heimsieg im allesentscheidenden fünften Spiel, schafft der SC Horgen gegen Kreuzlingen doch noch den Einzug ins Play-off Finale. Gegner im Kampf um den Meistertitel wird wie im vergangenen Jahr Lugano sein.

Wer hätte das gedacht: Nach den beiden ersten desolaten Vorstellungen der Horgner Wasserballer, gegen ein kämpferisch eingestelltes Kreuzlingen, rechneten wohl die wenigsten Experten mit einem Weiterkommen der Einheimischen. Die Wende kam mit den beiden Penaltyschiessen, als Horgen „in extremis“ die Ostschweizer jeweils mit 5:4 Toren bezwingen konnten. Matchwinner bei den Zürchern waren dabei Torhüter Luka Petricevic und Kevin Müller, der alleine im letzten Spiel in Kreuzlingen sechs Treffer erzielte. Horgen hatte wieder Vertrauen in die eigenen Leistungen geschöpft und glaubte im fünften Spiel von Beginn weg an seine Siegchancen.

Die Kreuzlinger begannen zögerlich und überliessen überraschend den Gastgebern vom Zürichsee das Spieldiktat. Zudem erwischte Kreuzlingens Torhüter Hansjörg Weber nicht den besten Tag. Horgen zog nach der ersten Pause bereits auf 4:1 davon und Kreuzlingens Trainer Sirko Roehl wusste, dass er sich etwas einfallen musste. Mit dem lautstarken Horgner Publikum im Hintergrund gelang Horgen das, was man in den ersten beiden Partien so schmerzlich vermisste: Horgen Stürmer trafen das gegnerischen Tor fast schon nach Belieben und die meisten Schüsse landeten auch im Netz. Nach einer kleinen Horgner Schwächephase zu Beginn des zweiten Spielabschnitts, als Kreuzlingen bis auf ein Tor herankam, fingen sich die Zürcher schnell wieder auf. Horgen zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, mussten sie doch auf ihre Stammspieler Caleta (gesperrt) und Leo Müller verzichten. Zudem wurde Captain Oliver Fröhli bereits vor der Pause, vom ansonsten gut pfeifenden Schiedsrichtergespann, wegen einem harmlosen Foul, nach drei schweren Fehlern definitiv des Feldes verwiesen. Kreuzlingen nutze die momentane Verwirrung auf Horgner Seite zu zwei Treffern und kam beim 8:6 Pausenstand bis auf zwei Treffern an die Zürcher heran. Im Wissen, auch den vierten Spielabschnitt ohne ihren Captain in Angriff nehmen zu müssen, wuchsen die noch verbliebenen Spieler über sich hinaus. Gleich zu Beginn des letzten Viertels erzielten die Horgner durch Kevin Müller, Miskovic und Cassina innerhalb von zwei Minuten drei Treffer zur beruhigenden 11:6 Führung. Bei Kreuzlingen war die Luft draussen und Horgen war bedacht, mit cleverem Ballhalten den Sieg über die Runden zu bringen. Zudem scheiterten die Kreuzlinger Stürmer immer wieder am glänzend disponierten Horgner Torhüter Luka Petricevic, der die Thurgauer mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte. Zwar gelangen den Gästen in den letzten Spielminuten noch zwei weitere Treffer, doch das Endresultat von 11:8 fiel dann doch deutlich zu Gunsten des amtierenden Schweizermeisters vom Zürichsee aus. Bereits am kommenden Donnerstag startet in Lugano die Final-Serie „best of five“, um den Meistertitel 2016. Lugano, welches mit einer grossen Delegation das vorgestrige Spiel in Horgen verfolgte, ist gewarnt: Horgen strotz nach dem Finaleinzug nur so vor Selbstvertrauen und die Titelverteidigung ist auf einmal in Reichweite gerückt.  AS

SC Horgen – SC Kreuzlingen 11:8 (3:1, 4:3, 1:2,3:2)

Sportbad Käpfnach, 16. Juli 2016

SR Brugarolas/Castrilli

Strafen: gegen Horgen 10,  gegen Kreuzlingen 10

Horgen: Petricevic, Kevin Müller (3), Milosevic (1),  Miskovic (2), Fröhli (1), Sawyers (1), Velikov, Bjelajac (1),  Cassina (2). Leo Müller verletzt, Caleta gesperrt

Kreuzlingen: Weber, Albers, Petrovic (1), Geiser (1),Keller, Marc Herzog (2), Joel Herzog (2), Philipp Herzog, Patti, Buob, Pleyer (2), Dudler

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