Auch das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von nur zwei Tagen endete mit einem Sieg der Kreuzlinger Wasserballer. Sie liegen jetzt in der Serie „best of five“ bereits mit 2:0 Siegen in Führung. Das Resultat täuscht über den eigentlichen Spielverlauf hinweg, denn Kreuzlingen kam während dem ganzen Spiel nicht einmal in Bedrängnis. Erst als die Ostschweizer im letzten Spielabschnitt mit den Kräften haushälterisch umgingen und in den „Sparmodus“ umschalteten, gelang den Gästen vom Zürichsee noch eine schmeichelhafte Resultatkosmetik.

Erschreckend an diesem Abend war, wie beim ersten Spiel, Horgens Abschlussschwächen. Dabei bekam Horgen von den Schiedsrichtern Vorteile zugesprochen, welche sich so selten in einem Play-off-Spiel ergeben: Kreuzlingens Wasserballer wurden beinahe im Minutentakt des Feldes verwiesen, was den Horgnern sage und schreibe 17 mal die Gelegenheit, gab, mit einem Mann mehr im Wasser zu agieren. Die allerwenigstens Chancen wurden dabei in Tore umgemünzt. Eigentlich war die Partie bereits nach dem ersten Spielabschnitt entschieden. Kreuzlingen lag nach weniger als acht Minuten bereits mit 5:1 in Führung. Ein Viertore-Rückstand gegen ein so Heimstarkes Team aufzuholen, ist praktisch unmöglich. Dies mussten die Horgner Wasserballer im zweiten Spielabschnitt schmerzlich erfahren: Anstatt mit den Ostschweizern in Tuchfühlung zu bleiben, erzielten diese zwei weitere Treffer zur 7:2 Führung und das Spiel war frühzeitig entschieden. Egal, was die Horgner Wasserballer auch versuchten, Kreuzlingen war immer eine Handlänge schneller am Ball und gab den Gästen vom Zürichsee wenige Möglichkeiten zum Torschuss. Nichts Neues dann im dritten Spielabschnitt: Kreuzlingen legte nochmals zu und baute ihren Vorsprung auf 10:4 Tore aus. Im Wissen, dass Horgen diesen Vorsprung nicht mehr aufholen kann, schonten sich die Kreuzlinger richtigerweise auf das nächste schwierige Auswärtsspiel vom kommenden Dienstag in Horgen. Kreuzlingens Passivität nutzte Horgen nun zu mehr Offensivstärke. Auf einmal schmolz Kreuzlingens Vorsprung zwei Minuten vor Spielende auf 11:9 Toren dahin. Doch Horgens Hoffnung auf den Ausgleichstreffer und die Verlängerung, währte nur kurz, den Kreuzlinger Ballbesitz nutzen die Gastgeber kurz vor Spielende zu einem weiteren Treffer. Mit dem Schlussresultat von 12:10 waren die Horgner gut bedient, der Sieg hätte für Kreuzlingen auch leicht höher ausfallen können. Horgen steht nun mit dem Rücken zur Wand. Das Heimspiel vom kommenden Dienstag (Spielbeginn 20 Uhr) müssen die Zürcher unbedingt gewinnen, ansonsten ist für sie die Wasserballsaison frühzeitig beendet.

SC Kreuzlingen – SC Horgen 12:10 (5:1, 2:2, 3:1, 2:6)
Schwimmbad Hörnli Kreuzlingen, 9. Juli 2016
SR Simon/Wocik
Strafen: gegen Horgen 9, gegen Kreuzlingen 17

Horgen: Petricevic, Kevin Müller (6),Milosevic, Miskovic, Fröhli (1), Sawyers, Velikov, Leo Müller (1), Bjelajac (1), Cassina, Caleta (1).

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